Die Vespa einwintern

Die Temperaturen sacken unter Null, Wasser dringt von überall in jede Ritze und die örtlichen Straßenverkehrsämter fahren mit den größten Salzstreuern abseits des Edelitalieners um die Ecke durch die Straßen. Wir bieten zwar Stellplätze an, aber was tun, wenn man die Vespa zu Hause in den Winterschlaf singen will? Wir zeigen euch, was es zu beachten gilt…

Vespa Einwintern

Wer seine Vespa ordentlich zur Ruhe bettet, der hat beim ersten Saisonstart kaum Probleme bei den ersten Startversuchen. Prinzipiell gilt natürlich, dass eine Nutzung der Vespa an trockenen Tagen im Winter problemlos möglich ist. Aber das Salz auf der Straße findet auch an trockenen Tagen seinen Weg an Gummi und Metall und sollte nach Fahrtende gründlich abgewaschen werden. Womit wir auch gleich beim ersten Punkt wären:

Herbstputz

Um den während der Standzeit an den Oberflächen ansetzenden Rost besser zu verhindern, ist es ratsam, den Roller einmal gründlich zu putzen. Der Dreck der vor allem auf dem Bodenblech liegen bleibt, bindet die Luftfeuchtigkeit länger und sorgt somit für frühzeitige Korrision. Wer Kratzer bis aufs Blech hat sollte anschließend am besten mit Lack abtupfen, zur Not hilft auch eine Schicht Korrisionsschutzöl.

Letzte Ölung

Vespa unter Schnee
Schützt nicht vor Rost: Die Schneedecke

Von technischer Seite sollte man vor dem abstellen den Reifendruck erhöhen. Je nach Vespamodell, Bereifung und fahrweise habt ihr von vorne bis hinten wahrscheinlich einen Reifendruck von 2,0 bis 2,5 bar. Den könnt ihr einmalig auf 3,0 bar erhöhen bevor ihr euren Roller abstellt. Ein weiterer Tipp: die Vespa ab und zu bewegen, um Druckstellen im Reifen zu verhindern.

Ein letztes Mal den Motor laufen lassen, Benzinhahn zu drehen und warten bis der Motor von alleine ausgeht: Dies verhindert ein verharzen des Zweitaktöls im Vergaser, sobald sich das Benzin verflüchtigt hat. So hat man im Frühjahr einen sauberen und gängigen Vergaser. Den Benzintank anschließend randvoll tanken oder aber Tank ausbauen: Mit Schlauch vom Vergaser abziehen und den Kraftstoff in einen Kanister umfüllen und den Tank zu Hause vor den Kamin legen… trocken bleibt er da in jedem Fall. Es gibt auch sogenannten Standzeitschutz, ein Mittel welches man ins Benzin füllt und somit Korrision im Tank und ein verharzen des Vergasers verhindert.

Ist im Fahrzeug eine Batterie verbaut, nimmt man diese am besten aus dem Fahrzeug heraus und platziert sie an einem Ort, der nicht unter den Gefrierpunkt sinkt. Jedoch wird die Entladung durch Wärme begünstigt, ein kühler Lagerplatz ist also von Vorteil. Ab und zu nachladen steigert die Lebensdauer, mindestens einmal während der Winterpause ist anzuraten.

Schön verpackt

Und jetzt ab ins Warme: Eine Garage ist selbstverständlich der optimalste Platz für unser aller liebstes Stück Blechroller, jedoch ist gerade hier in Frankfurt der Stellplatz in Garagen rar. Abhilfe schaffen wir, oder eine Faltgarage. Bei Faltgaragen sind die günstigen weder Wind- noch Wasserfest, aber wenigstens kommt frische Luft ans Fahrzeug. Die wasserfesten sind dann im günstigen Fall nicht luftdurchlässig, hier hilft ein regelmäßiges Lüften, um Kondenswasser unter der Haube zu minimieren.  Wer sowohl wasserfest und atmungsaktiv haben will, legt entweder seine Jack Wolfskin Jacke über die Vespa, oder kauft eine etwas teurere Faltgarage.

 
 
 
%d Bloggern gefällt das: